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Das Dreikönigsfest 1922 veränderte das Leben der 32-jährigen Komtesse
Ada Chotek. Das Evangelienwort der Weisen aus dem Morgenland (Mt 2,2) machten ihr tiefen Eindruck und sie nahm sich vor, sich zukünftig von Gottes Führung leiten zu lassen. Sie gründete in ihrer Heimat Großpriesen (Nordböhmen) eine Frauengemeinschaft. Die Frauen übernahmen das Stundengebet der Kirche und arbeiteten in Seelsorge und caritativem Dienst „auf der schmutzigen Dorfstraße“.
1937 wurde unsere Schwesterngemeinschaft unter dem Namen „Kongregation der Schwestern von der Heiligsten Eucharistie von Leitmeritz“ approbiert und wuchs ständig. Der Tod Mutter Maria Annuntiatas - so ihr Schwesternname - im Jahr 1939 und die politischen Ereignisse machten die hoffnungsvollen Ansätze fast zunichte. 1946 wurden die Schwestern aus der Gründerheimat ausgewiesen. Sie teilten das Los vieler Flüchtlinge, die nicht wussten, wo sie bleiben sollten.
Schließlich nahm sie der Salzburger Erzbischof Andreas Rohracher auf. Nach einigen Umwegen konnten sie 1948 in das Kapellhaus in der Sigmund-Haffner-Gasse 20 einziehen. Die Gemeinschaft wuchs - und brauchte eine neue Bleibe. Wieder war es die Diözese, die half. Sie überließ den Schwestern einen Baugrund in der Josefiau. 1958 bis 1960 wurden Mutterhaus und Kapelle mit der Hilfe vieler Wohltäter und viel Arbeit der Schwestern errichtet.
Das 2. Vatikanische Konzil brachte auch für die Ordensgemeinschaften positive Änderungen mit sich. So haben wir in intensiver Auseinandersetzung mit den Konzilstexten unsere Wegweisung (Konstitutionen) erneuert. 1989 belebten wir die „Eucharistische Gebetsgemeinschaft“ neu. Eine weitere Gemeinschaft, „Brot und Leben“, ist entstanden, damit wir unsere Spiritualität mit möglichst vielen Menschen teilen können.
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